Alrik's Dunkler Pfad - German Roleplay Tale

by Andre Michael Pietroschek

Preface

Kleine, deutsch-sprachige Erzählung, über die Dunkle Seite von Heldentum & Abenteuerlust.


Fantasie Mini-Geschichte: Alrik's dunkler Pfad - Alrik mal alternativ betrachtet.

© Andre M. Pietroschek, alle Rechte vorbehalten

Seemann Jogas Walson hatte sich zu viel gefallen lassen, dass stand ihm fest. Kein Gebet, und auch kein Wehklagen bei der Wache, hatten da geholfen. Wie alle armen Leute konnte er von Freunden in der Not nur träumen. Sein falscher Stolz, sein Glaube an das Gesetz und seine Feigheit hatten ihn zwei seiner Kinder elendig sterben lassen. Kein Besäufnis der Welt betäubte den Schmerz.

Sein Kapitän war ein Monster, dass hatte sich schon viel zu oft gezeigt. Trotzdem rang er immer noch mit der klein-geistigen Blödheit, dass alles friedlich regeln zu wollen. Fast schon verloren wankte er durch die Straßen der halb versunkenen Stadt. Doch zum Glück bissen ihn die Erleuchtung und Gnade der Zwölf, an diesem schicksalhaften Abend in Havena, kräftig ins Bein!

"Pass doch auf da oben, sonst steche ich Dich ab!"

Tatsächlich, gequält von der Vergangenheit, und sorgsam angetrunken, hatte er den goblinoiden, kleineren Mitbürger fast überrannt. Der Rotpelz funkelte ihn aus zugekniffenen Augen immer noch zornig an. Gekleidet war der Goblin mit einer schwarzen Lederweste, die an eine Krötenhaut-Rüstung erinnerte. Hose und Stiefel waren von einfacher lokaler Machart.

Jogas Walson tat, was schon tausende von Säufern vor ihm getan haben. Er klagte einem wildfremden Skinhead sein Leid und ließ sich, zwecks Ästhetik, auch noch schön alles durch den Kopf gehen. *Kötzerchen!* Und so begab es sich, das Heldentum das Schicksal formte.

"Na klar, wenn wir nur ne alte Hexe umlegen müssen, um ein ganzes Haus zu plündern, dann bin ich Dein feiner, treuer Kumpel; Sogar bis Du in Aventurien einschläfst und in Boron's Reich erwachst!"

Da echte Helden kein Zögern und kein Zaudern kennen, stellten sich die beiden wackeren Gefährten also der bösen, alten Hexe, die ihren Mann bestimmt gar noch auf seinem Sterbebett betrogen hatte.

"Zahl Deine Schuld, oder ich zerschneide Dein Gesicht und füttere Dich mit Deinen faltigen Rundungen, Oma!"

Doch so leicht war nun mal Nix im Leben. Die Tür wurde wuchtig aufgetreten und herein stürmte ein langhaariger, krimineller Schläger. Ein brutaler Hüne, den die Geizige Alte als ausreichende Muskelkraft gebucht zu haben schien!

"Ey! Ich bin Straßenschläger Alrik Thorwahnson. Ihr kriegt jetzt mal meinen Knüppel in die Fressen und dann nehme ich mir Eure Ärsche vor!"

Tapfer kämpften unsere, Äh, sittsamen Recken, streckten das Langhaarige Böse und die Fiese Hexe nieder und nahmen ihr rechtmäßiges Eigentum an sich.

Danach trennten sich Ihre Wege und sie lebten drogensüchtig und verträumt, bis Boron sie in sein Reich aufnehmen musste, weil selbst der Namenlose sie nicht dulden wollte.

*

Vorläufiges, namenloses ENDE.

*

Bonus: Simples Gemüt, simples Gedicht!

Phex kann ich nicht trauen... © Andre M. Pietroschek, alle Rechte vorbehalten

Brave Bürger lägen ja längst im Bett; Doch Havena's Hafen lockt mich nett.

Ich schlendere durch dunkle Gassen; Weil manche Helden Goblins hassen!

Der Namenlose ist mir oft zu brutal; Doch Phex trieft zu sehr voll Moral.

Ich misch mich nächtens unter Leute; Oder morde auch mal für die Beute!

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